14/2/2007 Das «Migrowägeli» mit GPS
InnovationNight: Zuerst kommt die Idee, erst dann das «wenn und aber». Sonst bleiben wir stehen.
Kann man ein Produkt überhaupt noch besser machen? Besonders dann, wenn das Produkt quasi Standard ist, millionenweise in Supermärkten herumsteht und im Volksmund «Migrowägeli», offiziell jedoch «Einkaufswagen» heisst?
Die Antwort: Man kann. Den Beweis dafür geliefert haben die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der «Innovation Night» im Technopark Luzern, einem ‹venture apero› der besonderen Art: Jiri Scherer und Chris Brügger von DenkWerk, beide spezialisiert auf kreative Arbeitstechniken, gaben die Vorgabe – und die Ideen sprudelten. Denn, wie ein Innovationsguru gesagt hat: «Mit Verbesserungen wird man reich – nicht mit Erfindungen.»
Das Fazit auf den ersten Blick: Das gute alte «Migrowägeli»/Einkaufswagen ist vor allem alt, aber nicht unbedingt gut.
Gezählt habe ich, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, rund 30 effektive Verbesserungsvorschläge. Das Minimum: Ein Kindersitz, der diesen Namen verdient, oder Platz für eine Harasse Mineralwasser. Und am andern Ende der Skala: Ein GPS, auf dem sich die Einkaufsliste eintippen lässt und das zudem direkt zu den aktuellsten Aktionen führt.
Aber, die Einwände kommen dann ganz von selber: Das wollen die Grossverteiler doch gar nicht. Das ist doch viel zu teuer. Oder: Ist das überhaupt machbar?
Das ist sicher alles richtig und bedenkenswert. Nur: Wenn das «wenn und aber» schon kommt, bevor die Idee überhaupt auf dem Tisch liegt – wie soll es denn überhaupt weitergehen?
ps 1: Den mit neuen Ideen gestalteten Einkaufswagen gibt es. Wo wohl? Dort wo die Supermärkte noch viel grösser sind. Entstanden aber ist er nach einem durchaus ähnlichen Modell.
ps 2: Wer die InnovationNight im Frühjahrsprogramm der ‹venture aperos› verpasst hat: Sie kommt wieder. Darum: dran bleiben!




