Heinrich Christen (Partner, Ernst & Young Schweiz) bei der Begrüssung im Hancock-Tower in Boston....und noch die Aussicht aus dem Hancock-Tower!Black suit und ready für das Gala-Dinner.BlingBling am Gala-Dinner des Entrepreneur of the Year in Boston!

Zusammen mit der GEBERT RÜF STIFTUNG, Ernst & Young und SWISS hat venturelab die besten 23 Start-ups der Schweiz gekürt (venture leaders). Zusammen bilden sie die innoffizielle Schweizer Start-up-Nationalmannschaft und verbringen 10 Tage in Boston um ihre Start-up Skills zu erweitern. In diesem Blog können Sie detailliert mitverfolgen, wie sich die Schweizer Start-up-Nationalmannschaft im fernen Boston so schlägt und ob es für den „Weltmeistertitel“ reicht.
Pünktlich lief die ganze Schweizer „Start-up-Nationalmannschaft“ bei leichtem Regenschauer um 8.00 Uhr los. Nach einem zwanzigminütigen Fussmarsch empfing uns Karl Ruping (IncTank, Early-Stage-Investor) in seinem „Inkubator“. Im Kellergeschoss hat er einen 12 Meter langen und 3 Meter breiten Raum in verschiedene Büroeinheiten eingeteilt. Rundherum ein wildes Chaos von Computerteilen, ferngesteuerten Autos, Servern, Atommodellen usw.

Karl verstand es sehr gut auf die Bedürfnisse der Gruppe einzugehen und liess dementsprechend viel Zeit offen, um die zahlreichen Fragen der Teilnehmer/innen zu beantworten.

Momentan kostet eine Gallone Benzin etwas mehr als $ 3. Das ist eine Verdoppelung der Benzinkosten innerhalb eines Jahres. Kein Wunder, dass es momentan viele Start-ups gibt, die das Substitut des Öls/Benzins etablieren wollen. Eines davon ist Agrivida (MIT-Spin-off) und wir hatten die Chance, Kyle Jensen (Gründer) eine Stunde mit unseren Fragen löchern zu dürfen.

Agrivida ist ein kleines Biotech Start-up, dass aus Getreideabfall ethanolfähiges Rohmaterial macht. Sie produzieren dabei nicht das Ethanol selber, sondern den Weizensamen, der die Produktion ermöglicht. Momentan haben sie eine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen ($ 900'000) und sind dabei neues Geld zu suchen. Da Kyle mit Murray Height (HeiQ Materials Ltd) zusammen am MIT studierte, war das ganze Treffen sehr freundschaftlich und relaxed. Er zeigte uns sogar noch seine „900’000-Dollar-Präsentation“ (die Präsentation mit welcher, Agrivida das Funding bekommen hat) und es ist schön zu sehen, dass der Mangel an Seed-Money in der Schweiz nicht an der Qualität der Präsentationen liegt.

Mit der Metro erreichten wir dann bequem den Hancock-Tower, in welchem uns Heinrich Christen (Partner, Ernst & Young Zürich) schon erwartete. Nach einem ordentlichen Security-Check gelangten wir mit den High-Speed-Liften in die Bostoner Büros von Ernst & Young, welche im 44. Stockwerk liegen. Die Aussicht im Sitzungsraum war atemberaubend. Nach einer herzlichen Begrüssung von Bryan Pearce (Partner, Ernst & Young Boston) informierte er uns über die neuesten Trends im Venture Capital-Business.

Die anschliessende Diskussionsrunde mit Investoren von Novartis Venture Funds, TVM, Atlas ventures und IDG Ventures brachte uns das selektive Geschäft der Investoren näher. Ebenfalls sehr spannend war das Referat von Michael Donovan (Audit Partner, Ernst & Young) und Mick Bain (Senior Partner, Wilmer Hale Law Firm) über regulatorische Aspekte einer Internationalisierung.

Den sympathischen Abschluss des Nachmittags gestaltete Martin von Walterskirchen (Swiss Business Hubs USA) mit seinem Referat über die Möglichkeiten der Schweizer Botschaft als Eintrittshilfe für CH-Unternehmen in den amerikanischen Markt.

Danach hiess es schnell zurück ins Irving House. Duschen, Umziehen und dann Richtung Gala-Dinner von Ernst & Youngs „Entrepreneur of the Year“-Veranstaltung, zu welcher wir prompt als Delegation eingeladen wurden.

Das gepostete Bild spricht für sich: Es war ein sehr schöner und professionell organisierter Abend und wir genossen das Zusammentreffen mit den lokalen Wirtschaftspersönlichkeiten von Boston. Im Namen der Schweizer „Start-up-Nationalmannschaft „ bedanke ich mich bei Heinrich Christen für die tolle Möglichkeit am Gala-Dinner dabei zu sein!