Alexis Nazabal (CovalX) in the ring....Die Startfolie von Dominik Grolimund verspricht einiges.Herzliche Gratulation!Prof. Ed und Prof. Les mit dem Abschiedsgeschenk der Schweizer Start-up Nationalmannschaft.Waive your hands like you just dont care...

Zusammen mit der GEBERT RÜF STIFTUNG, Ernst & Young und SWISS hat venturelab die besten 23 Start-ups der Schweiz gekürt (venture leaders). Zusammen bilden sie die innoffizielle Schweizer Start-up-Nationalmannschaft und verbringen 10 Tage in Boston um ihre Start-up Skills zu erweitern. In diesem Blog können Sie detailliert mitverfolgen, wie sich die Schweizer Start-up-Nationalmannschaft im fernen Boston so schlägt und ob es für den „Weltmeistertitel“ reicht.
Bei strahlendem Sommerwetter starten wir um 8.45 am Babson College mit dem Pitch von Jochen Stemmler mit seinem Projekt joysteer (Steuerrad für behinderte Personen - „drive by wire“). Der Pitch von Rainer Warth (HyBiom, unsere Cleantech-Hoffnung) brachte die Frage auf, wie lange ein Start-up brauchen darf, bis es Break-Even ist? In Amerika ist es für „normale“ Start-ups 30 Monate und für Medical-Firmen 70 Monate…so you better be fast!

Im anschliessenden Referat informierte uns Prof. Ed über die Herausforderungen von Hightech Start-ups in den USA: new Technologies, new markets, new partners, new channels of distribution, new management team, culture issues und geographically dispersed, funding etc. Also auch die Hightech Start-ups in Amerika kochen mit Wasser und haben im Grundsatz die gleichen Herausforderungen wie wir in der Schweiz.

Mike Corey (CEO und Gründer Ntirety), ein ehemaliger Absolvent von Ed und Les, brachte uns in einem motivierenden Vortrag die Erfahrung des ersten Kunden/Vekaufs näher. Er musste viele „NEINs“ („Noch Ein Impuls Nötig“) einstecken um den ersten Verkaufserfolg zu feiern. In der Feedbackrunde betonte Prof. Ed nochmals, dass die ersten Verkäufe harte Arbeit sind und „you have to have a thick skin!“.

RFID-Tags werden längerfristig den Barcode ablösen und Cédrick Dockendorf mit seinem Projekt NanoInc hat genau dafür eine Lösung (Printable RFID-Tags). Er zeigte uns mit seinem Pitch wie er diesen Markt revolutionieren wird.

In der Mittagspause genossen wir unser „Vesperpäckli“ (Sandwich, Chips, Apfel, Cookie) im wunderbaren Park des Babson College. Wir staunten nicht schlecht als eine Horde von fünf Squarrels (amerikanische Eichhörnchen) sich durch den Park jagten und vor uns in einem Baum verschwanden. Zwei Minuten und einen grossen Streit später regnete es plötzlich Squarrels! Im Kampf haben sie wahrscheinlich vergessen, dass sie auf dem Baum sind und fielen dann auf den Boden. Wenigstens war dann der Streit unter den Squarrels beendet.

Um 1.15 am standen zwei weitere Pitches auf dem Programm: Alexis Nazabal (CovalX) und Lukas Gysling (Streamix). Die beiden meisterten die Aufgabe hervorragend und bekamen wertvolle Tipps in der Feedback-Session (einzige Regel in der Feedback-Session: der „Gefeedbackte“ darf selber nichts zu den Feedbacks sagen. Der Grund dafür ist, dass sich der „Gefeedbackte“ nicht rechtfertigen soll sondern zuhören und die Eindrücke der Zuhörer bekommt - „it’s about the listeners not about you!“),

Nach einem Intermezzo von Prof. Ed über die Fallstudie „Evora“ gingen wir in den Schlussspurt: die Pitches von Dominik Grolimund (Kangoo) und Andreas Hieronymi (PETTS) überzeugten die Zuhörer und die beiden Professoren.

In der Schlussrunde bekamen alle Teilnehmer/innen ein Diplom des Babson College, so quasi der 4-Tages-MBA für Start-ups. Beide Professoren betonten dann nochmals, dass dies die beste Gruppe aus der Schweiz war, die sie je hatten. Da Prof. Ed und Prof. Les wirklich "straight" in solchen Sachen sind, freute uns das Kompliment umso mehr.

Mit den obligatorischen Fotosessions beendeten wir die Zeit am Babson College. Es bestand Einigkeit, dass wir am Babson College eine fantastische Zeit hatten und viel für das weitere Unternehmerleben mitnehmen konnten. Legendär sind auch die Sprüche von Prof. Les: „Let me say this again“, „I’m not sure that everybody heard this…“ etc., die wir dann auch noch bei der Rückfahrt im Bus immer wieder mal mit einem leichten Grinsen wiederholten.

Da morgen die Pitches im SHARE sind, wird das Abendprogramm nach einem kurzen Nachtessen mit Vorbereitungen und Hauptproben belegt sein. Hard work - Hard pleasure!