30/10/2006 Social Networking – Buzzword or Revolution? Was liegt für Start-ups drin?

POST VON MARIUS (Marius schreibt in unregelmässigen Abständen exklusiv vom Silicon Valley für unseren Blog!):
Wir alle kennen OpenBC.
In diesem Beitrag gehen wir eine Stufe weiter: Echte Interaktion!
Das Zielpublikum sind nicht Business-Leute, sondern Teenager und Junggebliebene! Und, es scheint nicht ums Business, zumindest nicht so, wie wir es von OpenBC kennen!
Social Networking ist ein sehr aktuelles Thema hier in den Staaten. Seit dem Aufkommen von Myspace, Friendster, Hi5, Facebook und anderen ist die attraktive Zielgruppe Teenager (a. viel Zeit b. dem nötige Internet Know how und c. eine enorme Kaufkraft.) für Werbende plötzlich relativ einfach zu erreichen.
Ein Account auf MySpace ist kaum mehr vergleichbar mit einem Account auf OpenBC. Die wesentlichen Unterschiede sind:
1. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind bei MySpace wesentlich grösser.
2. Das MySpace-Portrait ist öffentlich zugänglich (eigener URL).
3. Die Interaktionsmöglichkeiten sind viel grösser (Comments, IM, Rating etc.).
Aber wie funktioniert MySpace überhaupt? Die Teens richten sich ein virtuelles Zuhause ein und laden danach ihre Freunde ein, sich dort zu treffen. Freunde werden primär über Content angelockt: Wer präsentiert die coolsten Bilder, Blog-Einträge, Videos oder Musikstücke und auf seiner Plattform. Marketing-Lehrstunden für die Teenager!
MySpace ist hier in den USA bei Jugendlichen populärer als usgang.ch oder Tilllate in der Schweiz. Längst haben Stars und Sternchen MySpace für kommerzielle Zwecke entdeckt: Beinahe jeder Musiker, viele Politiker und andere Stars und Sternchen haben einen MySpace Account.
In diesem Business wird grosses Geld verdient. Ich spreche hier nicht von einer Mode, um dies klar zu machen: Alleine auf MySpace wurden mittlerweile über 125 Mio. Accounts eingerichtet. Darüber hinaus wird berichtet, dass MySpace die meist besuchte Webseite in den USA überhaupt sei. Genügend Gründe für viele Start-Ups (u.a. YouTube, um das bekannteste Start-up in diesem Bereich zu nennen) nicht nur eine eigene Community aufzubauen, sondern darüber hinaus um die Gunst dieser MySpace User zu kämpfen.
Hat man seinen Fuss im MySpace, bedeutet dies ein saftiges Stück vom grossen Kuchen. So bieten viele Start-ups Services in Form von Widgets an, die auf dem MySpace-Portrait platziert werden können. Die Start-ups hoffen, dass dieses Widget von den Usern - und notabene deren Freunden - als „Cool“ betrachtet wird. Falls dem so ist, gewinnen diese Start-ups auf deren Website die Aufmerksamkeit der Jugendlichen und können so Werbegelder einstreichen. Google hat für YouTube unter anderem deshalb einen so hohen Betrag bezahlt.
Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis das Phänomen MySpace nicht nur die Schweiz, sondern auch die Schweizer Start-up Szene erfasst!

Pimp your Profile oder Marketing für Jedermann:
Unglaublich, wie schnell man in Myspace „gefangen“ ist. Die eigene Seite soll schliesslich interessant gestaltet sein. Der HTML-Code für den dunkeln Hintergrund im neuen iPod Nano Design wurde von Apple, auf deren eigenem iPod Nano Account, zur Verfügung gestellt.

Kampf um Aufmerksamkeit bei Video-Widgets.
Klar, dass Myspace keine Freude an diesen exteren Start-ups hat, denn dies bedeutet verlorene Aufmerksamkeit und somit weniger Werbegelder für MySpace.




Kommentare
Gruss, Remo